Nähwissen kurz erklärt

Applikation/Applizieren

Eine Applikation ist etwas aufgenähtes, meistens ein Stück Stoff. Man spricht auch von Applizieren. 

 

Dafür gibt es Vorlagen für bestimmte Motive, oft wird auch mit mehreren Schichten gearbeitet, um farbliche Effekte und Muster zu bekommen.

Man kann aber natürlich auch selbst kreativ werden und eigene Formen applizieren.

 

Dabei verwendet man am besten Applikationsvlieseline, z. B. Vliesofix.


Das ist wie ein doppelseitiges Klebeband. Also eine Klebeschicht auf einem Trägerpapier, die sich bei Erhitzung durch das Bügeleisen oder eine Bügelpresse verflüssigt und mit dem Stoff verbindet. 

Es wird also erst die Applikation mit der Klebeschicht verbunden, und dann der Trägerstoff.

 

Wie man hier genau vorgeht zeige ich in diesem BLOGPOST. (Klick)

 

Nach dem Aufbügeln muss die Applikation mit einer Naht am Trägerstoff dauerhaft fixiert werden. Hier gibt es keine Regel und es darf gestaltet werden, wie es gefällt!

Klassischerweise wird die Kante der Applikation mit einem ZickZack-Stich überstochen. Also so übernäht, daß die Schnittkante der Applikation unter dem Stich verborgen liegt und damit nicht mehr ausfransen kann. Die Stichdichte wird dabei sehr klein eingestellt, damit sich ein sehr dichtes Stichbild ergibt. (wie hier am Spitz unten)

 

Etwas freier ist hier die Kritzeltechnik, oder auch das Nähmalen. Dabei wird mit einer oder mehreren übereinander laufenden Nähten mit etwas Abstand zur Schnittkante oder auch darüber hinweg laufend mit einem Steppstich genäht. So als ob man mit einem Stift nachzeichnet.

Und alles dazwischen ist natürlich auch erlaubt. Das Bild zeigt verschiedene Techniken und Sticheinstellungen.  

 



 

 

Katja Bercher

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